Lebensart
Melange, Marmortisch und die Kunst des Verweilens
Warum man im Wiener Kaffeehaus nie nach der Uhrzeit fragt — ein Loblied auf die Gemütlichkeit zwischen Zeitung und zweitem Häferl.
Das Journal
Reportagen von der Alm bis ins Kaffeehaus, Kolumnen mit Schmäh und Genuss-Geschichten zum Nachkochen — unsere Redaktion schreibt über das Österreich, das wir lieben. Neu, ehrlich, jeden Monat.
Servus
Manche Geschichten muss man langsam lesen — so wie man eine Melange im Kaffeehaus trinkt: in Ruhe, mit einem Glas Wasser dazu, ohne auf die Uhr zu schauen. Genau solche Geschichten sammeln wir hier.
Von der Redaktion handverlesen: Reportagen aus den Bergen, Kolumnen mit einem Augenzwinkern und Rezepte, die nach Kindheit schmecken. Viel Vergnügen beim Schmökern.
Die Titelgeschichte · Reportage
In den Neunzigern gab es in Wien über tausend Beisln — heute sind es keine dreihundert mehr. Unsere Autorin ist quer durchs Land gezogen, hat mit Wirtsleuten geredet, die aufgeben mussten, und mit jenen, die dagegenhalten.
Herausgekommen ist ein Text über Schnitzel, Schulden und Sturheit — und über eine junge Generation, die das Gasthaus ums Eck wieder salonfähig macht. Mit Zwiebelrostbraten, versteht sich.
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Neun Geschichten, quer durchs Land — von der Almwiese bis zum Marmortisch im Kaffeehaus. Nach Lust und Laune stöbern, oder nach Rubrik filtern.
Lebensart
Warum man im Wiener Kaffeehaus nie nach der Uhrzeit fragt — ein Loblied auf die Gemütlichkeit zwischen Zeitung und zweitem Häferl.
Kulinarik
Von der urigen Eckkneipe bis zum Gasthaus mit Sternekoch-Vergangenheit — hier schmeckt Wien noch, wie Wien schmecken soll.
Natur
Geschmückt mit Glocken und Blumenkränzen ziehen die Rinder von der Alm zu Tal — ein Fest, das ganze Dörfer auf die Straße bringt.
Kulinarik
Topfenteig, eine ganze Marille im Kern und Butterbrösel obenauf — unser Rezept kennt keine Kompromisse.
Reise
Türkises Wasser, warme Steinplatten unter den Füßen und Kärntner Kasnudeln danach — so schmeckt der Süden Österreichs.
Kultur
Halb Beleidigung, halb Zärtlichkeit — wer den Schmäh nicht versteht, versteht Wien nicht. Wir übersetzen.
Reise
Wenn die Festung im Schnee verschwindet und der Punschstand duftet, ist in der Mozartstadt Vorweihnachtszeit.
Kulinarik
Sturm, Kürbiskernöl und Winzer, die ihre Weingärten mit Stolz zeigen — heuer ist die Lese besonders süß ausgefallen.
Natur
Wo der Lift endet, beginnt die Stille. Unsere Redaktion war mit Fellen unterwegs — leise, steil und leiwand schön.
Die Kolumne
Neulich, im Zug von Wien nach Salzburg, saß ich drei Stunden lang und tat: nichts. Kein Laptop, kein Podcast, nur das Fenster und die vorbeiziehenden Almwiesen. Es hat sich angefühlt wie eine kleine Rebellion.
Wir haben verlernt, einfach dazusitzen. Dabei ist genau das die österreichischste aller Tugenden — man nennt es nur ungern beim Namen, aus Angst, es könnte nach Faulheit klingen. Ist es aber nicht.
„Gemütlichkeit ist keine Schwäche. Sie ist die einzige Antwort, die diesem Land auf die Eile der Welt einfällt — und die beste.“ — Marlene Kogler, Redaktion Alpenglühen
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