1. Bezirk · Zentrum
Innere Stadt
Stephansdom, Graben und Kohlmarkt: Prunk, Fiaker und die feinsten Auslagen der Stadt — hier schlägt Wiens historischer Puls.
Bundeshauptstadt · 1. Bezirk
Kaffeehausdunst, Kaiserpracht und ein Schmäh, den es nur hier gibt. Kommen Sie mit — wir zeigen Ihnen die Bundeshauptstadt Grätzl für Grätzl, gemütlich und ohne Eile.
Grüß Gott in Wien
Keine Stadt trägt ihr Alter so elegant wie Wien. Zwischen den Prachtbauten der Ringstraße und dem Dunst der Kaffeehäuser hat die Zeit ein anderes Maß — hier wird nicht gehetzt, hier wird flaniert. Die Melange darf dampfen, so lange sie will, und der Herr Ober bringt das Glaserl Wasser dazu, ohne dass man fragt.
Wien ist Kaiserpracht und Schmäh in einem Atemzug. Am Vormittag die Marmorstiegen der Hofburg, am Nachmittag ein Achterl beim Heurigen, dazwischen eine Runde mit der Bim. Die Wienerinnen und Wiener raunzen gern und lieben ihre Stadt umso mehr — dieser liebevolle Widerspruch, das ist der berühmte Wiener Schmäh.
Wir haben die alte Dame heuer wieder besucht: die großen Häuser und die kleinen Beisln, die Fiaker am Stephansplatz und die Würstelstände um Mitternacht. Was dabei herausgekommen ist, lesen Sie auf den nächsten Seiten — Grätzl für Grätzl, ganz ohne Eile.
Grätzl für Grätzl
Jedes Grätzl hat seinen eigenen Ton. Wir haben unsere liebsten ausgesucht — vom kaiserlichen Zentrum bis zum quirligen Markt, wo der Schmäh am lautesten rennt.
1. Bezirk · Zentrum
Stephansdom, Graben und Kohlmarkt: Prunk, Fiaker und die feinsten Auslagen der Stadt — hier schlägt Wiens historischer Puls.
2. Bezirk · Leopoldstadt
Das lebendigste Grätzl der Stadt: Karmelitermarkt, kleine Beisln und der Prater gleich ums Eck. Vielfältig, jung und herrlich unaufgeregt.
7. Bezirk · Neubau
Concept Stores, Spezialitätenröster und der kopfsteingepflasterte Spittelberg — der Siebte ist Wiens fescheste Ecke.
Wieden · Mariahilf
Über hundert Standln, Feinkost aus aller Welt und Beisln, in denen man vom Frühstück bis zum Krügerl sitzen bleibt.
Grüne Lunge · Leopoldstadt
Riesenrad und Ringelspiel im Wurstelprater, dahinter kilometerlange Alleen zum Radeln, Laufen und Tagträumen.
8. Bezirk · Josefstadt
Wiens kleinster Bezirk: stille Gassen, das altehrwürdige Theater in der Josefstadt und Kaffeehäuser wie aus der Zeit gefallen.
Kaiserpracht
Kaiser Franz Joseph ließ die alten Stadtmauern schleifen und an ihre Stelle den prächtigsten Boulevard Europas setzen: die Ringstraße. Oper, Parlament, Rathaus, Burgtheater und die großen Museen — ein Prunkstück reiht sich ans nächste, gebaut, um ein Weltreich zu repräsentieren.
Draußen in Hietzing residierten die Habsburger im Sommer: Schönbrunn, gelb wie kaum ein anderes Gelb, mit Gärten hinauf bis zur Gloriette. Und mittendrin schwebt bis heute der Mythos der Kaiserin Elisabeth — von allen nur Sisi genannt. Wien trägt sein kaiserliches Erbe mit einer Selbstverständlichkeit, als wäre der Kaiser bloß kurz spazieren.
Drei Tage Wien
Unsere Redaktion hat den perfekten Städtetrip gebaut: kaiserlich, kunstvoll und echt wienerisch — mit genug Luft für ein Häferl Kaffee zwischendurch.
Beginnen Sie kaiserlich: die Kaiserappartements und das Sisi-Museum in der Hofburg, dann hinaus nach Schönbrunn zu Schloss, Gloriette und dem weiten Barockgarten. Wer mag, lässt sich am Abend im Fiaker über den Ring kutschieren — Hufgeklapper inklusive.
Der Tag gehört der Kunst: Im Oberen Belvedere hängt Klimts „Der Kuss“ in Gold, danach lockt das MuseumsQuartier mit Leopold Museum, mumok und seinen sonnigen Höfen. Dazwischen — Ehrensache — eine ausgedehnte Pause im Kaffeehaus, mit Melange und einem Stück Sachertorte.
Jetzt wird's echt wienerisch: Frühstück zwischen den Standln am Naschmarkt, eine Runde im Riesenrad über dem Prater und zum Ausklang hinaus zum Heurigen nach Grinzing. Ein Achterl Grüner Veltliner, eine Brettljause, und der Abend gehört ganz der Gemütlichkeit.
Interaktive Landkarte
Vom Stephansdom bis zum Riesenrad — klicken Sie sich durch die Fixpunkte der Stadt. Jeder Pin führt zu einem unserer Lieblingsplätze.
Die Kunst des Nichtstuns
In Wien bestellt man keinen Kaffee, man wählt eine Weltanschauung. Die Melange mit ihrer Haube aus geschäumter Milch, der Kleine Braune, der Verlängerte — und dazu, ganz selbstverständlich, ein Glaserl Wasser auf silbernem Tablett. Der Herr Ober bringt es, ohne zu fragen, und legt die Zeitung dazu.
Das Kaffeehaus ist Wiens Wohnzimmer. Man sitzt auf Thonet-Sesseln an Marmortischerln, bestellt eine Sachertorte oder einen Apfelstrudel und bleibt — eine Stunde, zwei, den halben Nachmittag. Niemand drängt, niemand räumt ab. Das Nichtstun hat hier seine eigene, hohe Kunst, und die Wiener beherrschen sie meisterhaft.
„Das Kaffeehaus ist der Ort für Leute, die allein sein wollen, aber dazu Gesellschaft brauchen.“Alfred Polgar über das Café Central
Schlafen mit Stil
Handverlesen von unserer Redaktion: ein kaiserliches Palais, ein Grandhotel an der Ringstraße und ein Boutiquehaus im kreativen Siebten.
Kaiserliche Raumhöhen, Fischgrätparkett und der Stephansdom praktisch vor der Tür.
Belle-Époque-Grandezza am Ring: Butler, Dachterrasse und die Oper in Sichtweite.
Biedermeierhaus im feschen Siebten, liebevoll eingerichtet und mitten im Grätzl-Leben.
Was heuer in Wien los ist
Vom Opernball im Feber bis zum Silvesterpfad — die Stadt feiert das ganze Jahr. Unsere Fixpunkte für Ihren Kalender.
Die rauschendste Ballnacht des Landes — Frack, Debütanten und „Alles Walzer!“ in der Staatsoper.
Fünf Wochen Theater, Musik und Diskurs — das große Kulturfest von Mai bis in den Juni.
Das größte Open-Air-Festival Europas — drei Tage Musik bei freiem Eintritt, mitten auf der Insel.
Laue Sommernächte, Opernfilme auf der Großleinwand und Schmankerlstandln bis spät.
Der klassische Advent: Punsch, Maroni und Lichterglanz vor dem Rathaus, bis Weihnachten.
Ganz Wien tanzt in der Innenstadt ins neue Jahr — Walzer am Stephansplatz inklusive.
Bildstrecke
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